EDGAR und die Geheimdienste

12.07.2013 Besucher_innen meiner Homepage und/oder meiner Veranstaltungen werden sich schon immer mal gefragt haben, wer denn der "EDGAR" ist, der immer wieder in meinen Kunstprojekten auftaucht. Dieser Edgar heißt mit Nachnamen Fleischer, und er hat eine lange Geschichte, und das, obwohl es ihn gar nicht gibt. Die fiktive Gestalt gibt es seit Ende der 70er Jahre. Und nunmehr bekommt er auch seit einigen Jahren Post, immerwieder werfen mir diverse Briefträger Briefe in meinen Hausbriefkasten, die an einen Edgar Fleischer gerichtet sind, der in meinem Haus zu wohnen scheint, jedenfalls lässt dies die Adressierung der Postsendungen vermuten. Dies wirft viele Fragen auf. Gut, die Antworten kannten wir auch schon längst, denn diese Welt funktioniert leider meistens nur auf der Basis des Misstrauens, der Missgunst, der Vorurteile und auch der Verachtung. Schlechtes wird mit Schlechtem vergolten, die Rechtfertigungen für schlechtes Verhalten liefern immer die Anderen. Und deshalb muss man die Anderen, also ALLE, überwachen. Jede Überwachung, jeder Anschlag, eine jede Verletzung geschieht im Sinne des Guten. So biegt man sich hinlänglich die eigene Wahrheit, das eigene Handeln zurecht.  Mir bleibt da quasi nur ein Appell: lassen Sie in jedem Telefonat das Wort "Bombe" fallen, unterzeichnen Sie jeden Brief mit "terroristischen Grüßen" und bitten Sie alle Ihre Freunde und Bekannten es Ihnen gleich zu tun. Dann bricht das System aus Missgunst, Vorverurteilungen und Misstrauen an der Stelle in sich zusammen. Der tatsächliche Appell aber ist der: Schenken Sie Vertrauen! Stiften Sie Frieden! 

Zu Gast im "Deutschen Kulturinstitut Tartu" - Michael Oertel külalisena Tartus

18.03.2013 Im Herbst breche ich gen Osten auf, werde Kunst und wohl ein Kunstprojekt nach Tartu, DER Universitätsstadt im Baltikum, bringen. Im "Deutschen Kulturinstitut" Tartu (Estland) wird eine Fotostrecke von mir ausgestellt, verbunden mit einer Kunstaktion gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen. Alles wird in einer schönen Vernissage gebündelt werden. In Kürze gibt es zu dem Thema mehr unter "Termine" zu lesen. Ich bin auf die Gäste gespannt! Ma tunnen röömu Eestisse tulekst, eestlastest ja näitusest. Südamlikud tervitused teile!

"Helfe-Elfe Magda in den Rocky Mountains"

09.03.2013 Im Augenblick entsteht, Wimpernschlag für Wimpernschlag, ein neues Kinderbuch, eines von der kleinen "Helfe-Elfe Magda", die dieses Mal  in die Rocky Mountains abschwirrt, um dort ihren Lieblings-Wicht zu suchen und zu finden. In den Rocky Mountains trifft sie nicht nur Bruno, das Eichhörnchen, sondern auch auf den Tankstellenwärter, der dem kleinen Fabelwesen etwas von der Zeit und den Menschen von der Geduld erzählt. Bei alle dem zupft die Elfe hier ein Stück von einer Wolke, duscht unter Blumentau und lauscht Tönen, die im Wind zu Musik werden. Für den August 2013 ist eine kleine Lesung aus dem Manuskript im Kulturbetrieb "WolkenSchachLenkWal" (Leipzig, Friedhofsweg 10) geplant. Mehr unter dem Button "Termine".

"TRAVIVOJ" heißt "Durch-Leben" - Ein Projekt für Frieden, Versöhung und Gerechtigkeit

24.12.2012 Zirka 3500 Zivilisten kamen 2003 bei der Bombardierung unter dem Namen "Special forces" ums Leben. Bis 2012 starben über 3200 Koalitionssoldaten. Allein im Jahr 2010 wurden knapp 2800 Zivilisten getötet. Zahlen aus dem 2. Afghanistankrieg. Und der deutsche Bundespräsident fährt in diese Region und zündet medienwirksam bei den deutschen Soldaten eine Kerze an. Die letzten Jahrzehnte, Jahrhunderte waren oft voller Habgier, Mißgunst und Hass, dem durch Unfrieden und schreiender Ungerechtigkeit Ausdruck verliehen wurde. Es werden und wurden Wunden geschlagen, die so schnell nicht verheilen, Wunden, die vererbt werden! Menschen müssen und mussten Schlimmes DURCH-LEBEN. "TRAVIVOJ" kommt aus der internationalen Sprache Esperanto und heißt nichts anders als "Durch-Leben", und so heißt das Versöhnungs- und Friedensprojekt von Dr. L. Zibell (Lille/Frankreich) und mir. Wir wollen der Hoffnung einen Platz geben, wollen mit dem Projekt Menschen zum Austausch des Durch-Lebten animieren. Nur wer aufeinanderzugeht, hat die Chance zuzuhören. Nur wer zuhört, hat die Chance zu verstehen. Nur wer verstanden hat, ist zur Versöhnung bereit. 2014 soll "TRAVIVOJ" in Leipzig einen, seinen Platz gefunden haben!  

Kurz vorm Fest der Liebe - eine Ereignis - eine Idee

09.12.2012 Auf Trucks, die durch Deutschland rollen ist zu lesen "Wir. Dienen. Deutschland." Eine interessante Botschaft so kurz vor Weihnachten, dem heiligen Fest, dem Fest der Liebe und des Friedens. Dienen wir Deutschland?  Gerade besuchte der deutsche Verteidigungsminister die Universität Leipzigs, sollten einen Vortrag zum Thema "Wozu noch dienen? Der Auftrag der Bundeswehr." halten, kam aber einer handvoll protestierender Student_innen nicht zu Wort. Die Studierenden entfalteten ein Transparent mit der Aufschrift "Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!" Nun wird diskutiert, ob man einen Minister nicht ausreden lassen sollte, es werden Vokabeln ins Feld geführt wie "undemokratisch" und "intolerant". Aber geht es darum? Krieg findet sich. Frieden muss man suchen. Mit Krieg lassen sich Profite maximieren. Frieden aber macht reicher! Und es sei an dieser Stelle an die letzte, die allerletzte Weihnachtspredigt von Martin Luther King von 1967 erinnert, als er über das Thema "Schwerter zu Pflugscharen" sprach. Der Friedensnobelpreisträger von 1964 sagte in dieser Predigt: " Ich träume auch heute noch davon, dass in all unsere Rathäuser und Parlamentsgebäude Männer gewählt und dort einziehen werden, die Gerechtigkeit und Gnade üben und demütig sind vor ihrem Gott. Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages der Krieg ein Ende nehmen wird, dass die Männer ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen, dass kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben und nicht mehr kriegen lernen wird!" 45 Jahre danach ist das immer noch ein Traum. Es ist an der Zeit. Gerade in dieser Advents- und Weihnachtszeit. Es ist an der Zeit seine Stimme zu erheben und Frieden einzufordern! Frieden, den die Welt so dringend braucht, der nicht mit Krieg zu schaffen ist! "Wir. Dienen.Menschen." muss der Slogan lauten, und das mit Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und Liebe. Auf eine besinnliche und friedvolle Zeit!