Es geht zur Sache ... "Edgars_Wa(e)nde"

30.07.2015 In Edgars Welt geht es richtig zur Sache! Gerade wird die neue Fotoausstellung "Edgars_Wa(e)nde" zusammengestellt, eine Fotoausstellung, die es in sich hat, auf die sich alle freuen können. Für die Ausstellung sind die ersten fünfzig Fotos da, es gibt sieben traumhaft schöne Taglichtdias, ein ausgeschlachteter Flachbildschirmfernseher (DANK an EP:Dähn!) wartet auf sinnvolle Umnutzung (endlich mal ein gutes Programm!), ein Hinweisschild vom Wegesrand in Bottrop, alte Werbebuchstaben aus Blech (DANK an M. Brock!), so wie einige kleine Spielsachen sind angeschafft und gerade wird ein alter "CONDOMAT" wieder funktionstüchtig gemacht. All dies sind Bestandteile von "Edgars_Wa(e)nden". Wer jetzt nicht neugierig geworden ist ... Edgar sagt, dass man, wenn man alte Gebäude anschauen würde, über Baustile, über Kunst, über das Schöne an sich reden würde, wohl kaum aber über die Veränderungen im Laufe der Zeit, den Fortschritt eben. "Ja" sagt Edgar: "an Wänden kann man Wenden ablesen!" Dies will die kommende Fotoausstellung erzählen und sogar beweisen.

Griechenland: STANDPUNKT!

29.07.2015 Was mir wirklich Sorgen bereitet: Bei allen Beschuldigungen, bei aller Machtausübung großer Teile der europäischen Politik und Finanzwirtschaft, bei allen Halb- oder auch nur Viertelwahrheiten in den (deutschen) Medien zur Schuldenpolitik Griechenlands, bei all dem Chaos ... bei all den Schäubles, bei all denen, die über Jahrzehnte Griechenland heruntergewirtschaftet haben, von den griechenischen Parteifreunden Schäubles, von denen jetzt keine Rede mehr ist, bei all den deutschen Rüstungsexporten nach Griechenland ... bei all den Diskussionen geht es kaum um Menschen, Menschen wie "du und ich"! Will man, und das ist eine rhetorische Frage, dass wir uns die Köpfe heiß reden, auf dies und das schimpfen, dabei das HINSEHEN vergessen? Mir scheint so ... Darauf aber habe ich keine Lust! Deshalb werde ich hoffentlich bald mit Kindern in Griechenland ein kleines deutsch-griechisches Projekt starten, hoffend Unterstützer/innen zu finden. Ich möchte kurz an den Überfall auf Charlie Hebdo erinnern, da heiß es im Anschluss vielfach "Je suis Charlie!". Falsch! Richtig muss es wohl heißen: "JE SUIS HOMME!". Ich bin Mensch! Wir alle sind Menschen, sitzen in einem Boot. Und weil wir gerade Französisch sprechen: da hieß es einst "Liberté, Égalité, Fragernité!" (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!) Wir sind weit davon entfernt ... und noch weiter vom "Humanité, Liberté, Égalité, Fragernité!" Menschlichkeit - genau: da war doch was ...

Aus den Nachrichten ... Nachrichten eines Tages

11.07.2015 Was man an einem Tag in den Nachrichten hört und wenn man eins und eins zusammenzieht, dann kommt oft mehr als zwei heraus. Wenn das Adam Ries erfahren würde ... also, ich weiß nicht! 1.) Für ganze 0,40€ kann ein Kind in Lesotho sich einen Tag lang satt essen ... d. h. für 18000 € werden alle Kinder in Lesotho an einem Tag satt. 2.) Jedes 10. Kind (!!!) in der Welt ist von Krieg und den Folgen von Krieg betroffen, gab die UNICEF bekannt! 3.) Frau "Bundesverteidigungsministerin" von der Leyen gab bekannt, dass der Etat für ihr Ministerium im Jahre 2016 um ca. 1,4 Milliarden aufgestockt wird. Darüber ist sie dankbar und kündigt in den kommenden Jahren weitere Erhöhungen des Etats an. Nachrichten von einem Tag! Wer jetzt nur kurz sein Gehirn bemüht, der wird schnell verstehen, wer rechnen kann, der weiß, was das z. B. für die Kinder in Lesotho bedeutet. Man mag rufen: "Herr! Lass Hirn vom Himmel fallen, vor allem auf Politiker_innen dieser Welt!" Leider zeigen die Nachrichten dieses einen Tages sehr deutlich, dass der HERR mit der Produktion nicht nachkommen würde.

Passiert! ... Michael Oertel ist jetzt "familienfreundlich"

13.06.2015 Am Samstag, dem 06. Juni 2015 wurde ich in die Kuppelhalle der "Leipziger Volkszeitung" eingeladen, zählte ich doch wohl zu einem der für eine Auszeichnung Nominierten. Eine 15 köpfige Kinderjury (im Alter zwischen ca. acht und 14 Jahren) hatte zu entscheiden, wer denn nominiert wird, wer denn letztlich die Auszeichnung erhält. Gegen 12 Uhr wurde per Film und unter dem Motto "The winner is ..." der Name "Michael Oertel" verkündet. Nun darf ich mich "Familienfreundlichkeitspreisträger 2015" nennen. OK, ich bleibe für Sie der Michael Oertel, für Euch der Micha. Es ehrt und berührt mich aber, dass Kinder über mein - nennen wir es - Schicksal entschieden haben, sich für mich und das Vorleseprojekt entschieden haben. Es berührt mich noch mehr, und das ist das wirklich Besondere, dass nun einige Kinder zu mir in die "Ausbildung" gehen wollen, um selbst kranken, behinderten, schwachen Kindern vorzulesen. Die Welt ist nicht so trostlos, wie es uns die Massenmedien oft vermitteln ... Wohlan! Danke an alle, die das Vorleseprojekt unterstützten und unterstützen, es ist auch euer Preis. Wir machen weiter!

70 Jahre Ende des 2. Weltkrieges ... nicht aber der Kriege

16.04.2015 Am 8. Mai 2015 jährt sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 70. Mal. Ende des Krieges, das klingt nach Anfang des Friedens ... aber weitgefehlt. Um uns toben unzählige Kriege und wir Deutschen sind in unzählige Kriege verwickelt, an unzähligen Kriegen beteiligt. So gibt es am "Tag der Befreiung" wenig zu feiern, eher mehr zu kämpfen - und zwar für Frieden. Bei diesem Kampf kann ein Buch helfen, und zwar das Buch "Geraubte Kindheit" (ISBN 978-3-938266-14-4) von Prof. Liselotte Bieback-Diel, welches Kriegskinder Frankreichs, Englands, der Sowjetunion und Deutschlands aus dem 2. Weltkrieg zu Wort kommen lässt. Dieses Buch durfte ich rezensieren, und hier möchte ich zwei Abschnitte dieses Textes wiedergeben, einen kleinen Eindruck zum Buch vermitteln. Das Buch mit seinen Berichten ist eine Anklage, klagt all die Kriegstreiber in der Vergangenheit, der Neuzeit und der Zukunft an, und das auch, obwohl keiner der Zeitzeug/innen klagt oder gar anklagt. Im ganzen Gegenteil. "...nach Deutschland wollte ich nicht. Erst als ich älter wurde, hatte ich das Bedürfnis Frieden zu schließen und bin in unsere Partnerstadt Rudersdorf gereist. Dort habe ich warmherzige und sympathische Menschen kennengelernt, die ebenso unter dem Krieg gelitten haben. ... Ich traf eine Deutsche, deren Vater - er war Kommunist - von den Nazis geköpft worden war. Wir haben beide den gleichen Preis bezahlt ..." resümiert Denise Dautigny. So entwicklet sich das Buch zu einem vehementen Aufruf für solidarisches, mitmenschliches und friedliches Zusammenleben. Wer sich durch das Buch voller nüchterner Fakten, geschichtlicher Betrachtungen, Emotionen, voller Ängste, voller Leid, und dennoch auch voller Freude und Dankbarkeit, mit Weitsicht und Ausblick und mit jeder Menge Vergebung gelesen hat, denn kämpfen wäre hier gewiss nicht das richtige Wort, der kommt auf der Seite 393 zum Ende des empfehlenswerten Buches, was mit dem Bericht von Reinhart Stoll (Dt.) schließt und seinem - wie ich finde - sehr weisen Gedanken ausklingt, den ich auch so als Abschluss stehen lassen möchte: <"Germans to the front!" das gilt leider immer noch. Jetzt dürfen die deutschen Soldaten "Verantwortung übernehmen". Das Vaterland schützen! Ist all das Kriegsleid vergessen?> Mahnende Worte ... wer die gesamte Rezension lesen möchte, der fordere sie bitte über den Kontaktbutton bei mir an! Und: wer das Buch kaufen will, der weiß, wie das geht!